Der Weißstorch

Der Weißstorch (Ciconia ciconia) ist eine Vogelart aus der Familie der Störche (Ciconiidae). Er gilt als Charaktervogel der norddeutschen feuchten Grünlandgebiete und den Flußlandschaften. Beeindruckend sind seine Größe, seine Erscheinung und sein Verhalten.

Weißstörche erreichen eine Flügelspannweite von etwa 200 bis 220 cm. Bis auf die schwarzen Schwungfedern ist das Federkleid rein weiß. Schnabel und Beine sind leuchtend rot. Das Storchengeklapper dient der Balz, der Begrüßung untereinander, der  Kommunikation und kann  auch zur Verteidiung eingesetzt werden.

Nach einem Rückgang aufgrund der Industrialisierung der Landwirtschaft insbesondere in den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts, haben sich die Bestandszahlen wieder stabilisiert. Das ist u.a. dem Niedersächsichen Weißstorchschutzprogramm des Landes Niedersachsen sowie der intensiven Horst-Betreuung durch die ehrenamtlichen Weißstorchbetreuer zu verdanken.

Der Weißstorch ist ein Zugvogel, der im April aus seinen Winterquartieren noch südlich der Sahara (Transsahara-Zieher) nach Niedersachsen zurückkehrt. Hier bezieht er seine alten Quartiere und trifft erst hier wieder auf den Partner/die Partnerin. Weißstörche leben monogam und sind ihrem Partner/ihrer Partnerin ein Leben lang verbunden. In guten Jahren können bis zu 7 Eiern gelegt werden. In der Regel ziehen Störche 2-3 Jungtiere auf. Die Familien sammeln sich im August in großen Verbünden und nehmen dann gemeinsam die lange Reise gen Süden auf. Weißstörche können bis zu 35 Jahre alt werden.

Carola Sandkühler