Oberverwaltungsgericht urteilt pro Naturschutz

Ein Erfolg für Bückeburger Niederung im Landkreis Schaumburg. Der dort ansässige Förderverein hat einen wichtigen juristischen Sieg für den Naturschutz einfahren können. Das Kerngebiet der Bückeburger Niederung ist von besonderer Bedeutung für bedrohte Vogelarten als Brut- und Rastgebiet. Der Förderverein freut sich, dass das OLG Celle den fachlichen Argumenten des Naturschutzes gefolgt ist.

Die Bückeburger Niederung ist eine der letzten zusammenhängenden Niederungslandschaften Niedersachsens, bestehend aus wertvollen zum Teil extensiv genutzten grundwasserbeeinflussten Grünlandbereichen. Bei Hochwasser der Bückeburger Aue dienen die anliegenden Grünlandflächen als Überschwemmungsgebiet und verhindern so Überschwemmungen in den umliegenden Gemeinden.

Der Förderverein hatte ein Grundstück gemeinsam mit der Stadt Bückeburg erworben. Diesen Kauf hat das OVG nun genehmigt.

Seit vielen Jahren engagiert sich der Verband bereits für den Erhalt und die Entwicklung des wertvollen Feuchtgebietes. Mit viel positiver Unterstützung der Politik und Zusammenarbeit mit Sponsoren hat der Verein das Gebiet mit seiner Artenvielfalt erhalten und weiter entwickeln können. Das Konzept sieht vor, dass die für die Natur wertvollen Flächen mit bestimmten Nutztierrassen bewirtschaftet werden.

Da der Grundstücksverkehrsausschuss dem Förderverein die Auflage machte das Grundstück an die Niedersächsische Landgesellschaft zu veräußern sah sich der Verein gezwungen, vor Gericht eine Klärung durchzuführen.

Der Verein fordert nach dem Urteil die Landesregierung auf, dem positiven Signal des Gerichtes zu folgen und durch eine Gesetzesänderung die Flächenankaufspraxis sowie die Besetzung der Landwirtschaftsgerichte zu ändern.

Weitere Informationen und das Urteil  finden Sie auf der Website des Fördervereins. Die örtliche Zeitung hat darüber berichtet: Grunderwerb Zeitungsbericht